Jahresrückblick – 2009

Meine HP, bzw die von meinen Hunden ist nun 1 Jahr alt . Ein guter Grund, um ein wenig über die beiden Mopsjungs zu philosophieren und über das vergangene Jahr zu resümieren.
Ich will ausnahmsweise bei Finley und nicht mit Romeo beginnen:


Finley ist definitiv Mix zwischen einem kleinen frechen Hund und einer listigen, aber verschmusten Katze. Manchmal frage ich mich wirklich , ob er weiß, daß er ein Hund ist. Er kann gar nicht genug bekommen an Streicheleinheiten. Sobald ich sitze, sucht er Platz auf meinem Schoß. Verweise ich ihn, sitzt er neben mir, schaut mich mit treuherzigen Blicken an, die immer wieder zu meinem Schoß wandern und wartet geduldig, bis ich weichgekocht bin und ihm den geforderten Platz einräume. Diesen großen Kulleraugen, die einem soviel Wärme und Glück bringen, kann man einfach nicht widerstehen. Er weiß genau, wie er mich um die Pfote wickeln kann.
Andererseits ist Finley ein sehr temperamentvolles und lebensfrohes Kerlchen. Es steckt eine Menge Power in diesem kleinen Tier. Quirlig und ungestüm erobert er seine Welt. Finley ist ein Scherzkeks und Animateur durch und durch. Bekommt er seinen „wilden Fin“, wie ich es seit kurzem liebevoll nenne, hat man vor lauter Lachen Tränen in den Augen. Er ist zwar ein etwas ängstlicher Mops, aber seine übergroße Neugierde macht alles wieder wett. Ganz egal, was dieser Hund anstellt, man kann ihm einfach nicht böse sein. Finley ist mein kleines schwarzes Goldstückchen. Seine Kosenamen könnten mittlerweile ein kleines Büchlein füllen…
Wer diesen Hund beobachtet, weiß, daß seine Augen reden können – auf ihre Art und Weise

Even, when I look in your Eyes,

I see Stars in the Sky.

Nun zu Romeo:
Auch bei ihm stelle ich mir die Frage, ob nicht bei der Zeugung ein klein wenig Katze mit im Spiel war. Das Verhalten in manchen Situationen würde es durchaus vermuten lassen…
Romeo ist ein ruhiger, anpassungsfähiger und ausgeglichener Hund. Unerschrocken geht er mit Geräuschen jeglicher Art um. Nichts, aber auch gar nichts, kann ihn von seinem Platz vertreiben.
Romeo ist mein Schatten , mein bester Freund und treuester Begleiter.
Mein „Allesversteherhund“.
Der vernünftigere von beiden Möpsen.
Zwischen Romeo und mir besteht eine ganz besondere Beziehung. Irgendwie ist da ein unsichtbares Band, daß uns verbindet. Dieser Hund folgt mir auf Schritt und Tritt und läßt mich so gut wie nie aus den Augen.

He is not my Dog,

he is my very best Friend.

Beide Hunde sind Persönlichkeiten. Ein jeder  auf seine Art und Weise – und beide haben dieses Jahr den Tierarzt viel zu oft gesehen…
Finley mit seiner großen OP in Leipzig, von den vielen Voruntersuchungen ganz zu schweigen. Und Romeo mit seinen Zwischenzehengeschwüren, die plötzlich auftraten. Nach einem Futtermitteltest, bei dem heraus kam, daß er nur Rind, Pferd, Fisch, Strauß, Dinkel, Reis, Karotte und Kartoffel verträgt und der daraus resultierten Umstellung sind die Geschwüre nicht mehr aufgetreten. Bis jetzt im November ! Nach einem weiteren Test kamen noch Milchprodukte und Eier dazu.  Also auch das Joghurtbecherausschlecken ist jetzt tabu. Und die selbstgebackenen Hundeleckerlies mit Quark, habe ich gegen Leckerlies mit Zutaten , die er 100 %ig verträgt ausgetauscht…
Auch einen Bienenstich mußte er über sich ergehen lassen. Ich glaube, es muß die allerletzte Biene im Spätsommer gewesen sein, die vor der Terrassentüre auf ihn „wartete“. Binnen 5 Minuten hätte er einer Bernhardinerpfote die „Pranke“ reichen können.
Ich darf gar nicht daran denken, daß es auch seine Schnauze erwischen hätte können.
Ich habe das große Glück, daß meine Hunde die TÄ lieben. Nichts und njente kann ihnen den TA-Besuch verleiden. Erwähne ich nur ihren Namen, drehen sie freudig ihre Köpfchen. Vor jeder Behandlung muß erstmal die TÄ begrüßt, beknutscht und bewedelt werden. Wehedem, sie müssen zu lange im Wartezimmer darauf warten, an die Reihe zu kommen. Andere Hunde ziehen sofort wieder Richtung Ausgang, meine beiden schleifen mich regelrecht in den Behandlungsraum…
…auch habe ich feststellen müssen, daß Finley in den Augen der „anderen“ der hübschere meiner beiden Jungs sein muß…  Ganz egal, wo wir mit den Hunden hinkommen, sind die Leute von Fin´ beeindruckt. Romeo wird nur am Rande erwähnt, meistens aber übersehen. Gut , daß er es nicht versteht…
Ich liebe beide Hunde und kann mir eine Nacht ohne ihre Atemgeräusche nicht mehr vorstellen. Es ist schon eigenartig – das Geschnarche des eigenen Mannes wird genervt unterbrochen,  das Geschnarche von den Hunden stört keineswegs…
Romeo und Finley sind sehr unterschiedlich. Und gerade deswegen ergänzen sie sich so gut. Finleys lebhafte Art steckt Romeo an und Romeos ruhige Gelassenheit kommt Finley zugute.
Ich kann von mir definitiv behaupten, daß mich das Mopsfieber voll im Griff hat. Wie sagte doch Loriot so schön:

Ein Leben ohne Mops ist möglich,

aber sinnlos.

Und nun noch ein paar Worte zu meiner Wenigkeit: Ich habe mich schon als Kind nicht gerne fotografieren lassen. Für meinen Vater, einen Hobbyfotografen durch und durch, der sein Hobby auch beruflich ausüben konnte, wahrscheinlich unverständlich. Und auch nicht leicht, wenn er sich wieder mal mich als Fotoobjekt ausgesucht hatte. Entweder erwischte er mich überrraschend – und wenn ich doch einmal aus irgendwelchen Gründen in die Kamera blicken mußte, war ich auf den Fotos immer ganz grimmig abgebildet. Man konnte mir einfach kein Lächeln entlocken. Er versuchte immer wieder, mich für´s  Fotografieren zu begeistern, blieb aber ohne Erfolg.
Erst jetzt durch die HP meiner Hunde, hat sich eine regelrechte Leidenschaft dazu entwickelt. Für meinen Vater viel zu spät, er ist vor 5 Jahren verstorben. Er würde sich, wie sagt man so schön, vor Freude im Grabe umdrehen…
Geblieben ist allerdings, daß ich mich selbst nicht gerne ablichten lassen. Aus diesem Grund wird man auch von mir so gut wie keine Bilder sehen.
Sicher stehe ich mit der Fotografie noch in den Babyschuhen. Ich bin ständig am Üben und Ausprobieren, mit meiner Spiegelreflexkamera, die ich noch nicht allzulange mein Eigen nennen darf. An einigen Umsetzereien hapert es noch gewaltig, aber im Zeitalter der Digi kein Problem. Auch das Bildbearbeitungsprogramm, daß ich erst kürzlich installiert bekam, macht mir sehr viel Spaß. Allerdings heißt es auch hier: Aller Anfang ist schwer – oder – Übung macht den Meister. Profi werde ich wohl nie werden, dafür fehlt mir auch eindeutig die Zeit. Die HP soll ja eigentlich auch Freude und Spaß bereiten und nicht in Professionalität ausarten. Warten wir ab, wie sich alles entwickelt.
Um mit Eugen Roths Worten zu enden:

Ein Mensch sieht ein – und das ist wichtig

nichts ist ganz falsch, und nichts ganz richtig.

 

Dez 12, 2009 | 0 | Jahresrückblick(e)

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