Rückblick auf das Jahr 2010

Schon wieder ist ein Jahr vergangen.
Schon wieder haben meine Jungs viel erlebt.
Und schon wieder ist ein kleiner Jahresrückblick fällig:

Diesmal will ich mit Romeo beginnen:
Romeo ist nach wie vor mein Schatten – mein Klebstoff, Tesa, Uhu, Patex, Alleskleber. Da , wo ich bin, macht es sich dieser Hund bequem…
Und nach wie vor kann diesen Hund nichts erschüttern. Wo Finley schon lange die Flucht ergriffen hat , weil es ihm zu laut oder zu unheimlich wurde, ist Romeo in seinem Element. Kreissäge oder laufende Motoren – er findet alles höchst interessant.
Allerdings blieb er auch heuer nicht von den Zwischenzehengeschwüren verschont. Letztes Jahr kämpften wir uns ja über Weihnachten damit durch, und kaum war der Spuk vorbei, tauchte im Januar wieder diese schreckliche Sache auf. Meine Verzweiflung – unbeschreiblich ! Meine TÄ meinte dann: Bevor wir hier eine größere Untersuchung beginnen, sollten wir das Mittel Advocate ausprobieren. Vielleicht hat er doch eine Form von Demodex ! Es gibt Demodexmilben , die ziemlich tief in der Haut zwischen den Zehen sitzen, und durch Romeos ständiges Schlecken dieser, entstünden immer wieder diese Geschwüre…
Gesagt – getan…
Und seit dem ich alle vier Wochen das Mittel in seinen Nacken träufle ist Ruhe !!! Auch kein Schlecken der Pfoten mehr und kein Kratzen am ganzen Körper !
Als wäre das nicht schon genug des Schreckens gewesen – wieder ein Bienenstich .
Doch diesmal lief alles glimpflich ab, ich unterbrach sofort meinen Gassigang und setzte ihn zuhause in den Hundepool. Die Pfote schwoll nicht mal an – gott sei dank.
Anders bei Finley – aber dazu später.
Ja – um die Bernsteinkette nicht zu vergessen: Durch Romeos Advocate konnte ich ihm kein zusätzliches Mittel gegen Zecken geben und suchte eine Alternative – ich fand die Bernsteinkette !
Und ich kann diese chemielose Alternative nur empfehlen. Romeo hatte diesen Sommer keinen einzigen Zecken , wenn er die Kette trug. Nur als ich ein paarmal vergaß, ihm die Kette vor dem Gassigang umzulegen , kam er mit Zecken nachhause ! Obwohl mich hier einige negative Erfahrungen erreichten, kann ich sie doch nur empfehlen.
Romeo ist mein Prinz!
Er ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Zwischen Romeo und mir hat sich eine Kommunikation aufgebaut, die weniger Worte bedarf.

Freund
Kindersatz
Seelenverwandter
Mitbewohner

und dies alles in Mopsform !

Finley:
Finley – der Kuschler ohne Grenzen ( er legt nach wie vor eine große Hartnäckigkeit an den Tag, wenn es um Zuneigung geht) .
Finley – der kleine, charmante und überaus liebenswürdige Chaot, der nicht die Absicht hegt, irgendwann mal erwachsen zu werden…
Seine ausgelassene, fröhliche Art ist einfach nur ansteckend und schenkt mir an manchen Tagen das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch.
Wer weiß ? Vielleicht wurde er unter einer Hochspannungsleitung geboren und die magnetischen Felder…?
Vielleicht war zuviel Dioxin in der Muttermilch, als er ein Welpe war…
Vielleicht steckt sein Geburtshaus unter einem Loch in der Ozonschicht…
Außerirdische haben ihn kurzzeitig entführt und an ihm experimentiert…
…oder vielleicht hat seine Züchterin zuviel Rapmusik gehört…
Wer weiß das alles ???
Wenn sich dieser Hund nicht täglich auspowern kann , wird er unerträglich. Nichts desto trotz ist Finley ein „Herzhund“ der besonderen Art – und wer ihn kennt, weiß, was ich damit meine.
Er tut alles, um seine kleine Körpergröße zu überspielen und tritt mehr als energisch auf ! Ist ihm eine Situation dann doch nicht geheuer, überspielt er alles mit äußerster Liebenswürdigkeit. Finley ist auf der Welt , um Liebe zu geben und denkt alle Welt sei sein Freund. Vorbehaltslos liebt dieser Hund JEDEN, und würde sich zerfleischen lassen, ohne sich zu wehren. Ist ihm ein Artgenosse nicht sonderlich zugetan, versteht er die Welt nicht mehr…
Aber auch Finley hatte heuer wieder schwere Köfferchen zu tragen. Zum ersten hatte er in Leipzig im April seine Nachuntersuchung, bei der ihm ein paar Zähne entfernt wurden, die teilweise im Kiefer festsaßen. Und aus seiner Nase wurde noch ein „Kleist“ entfernt. Wir durften ihn aber noch am selben Tage dort abholen. Gott sei Dank nicht schon wieder eine Nacht im „Käfig“ .
Tja – und dann wäre da der schon mal erwähnte Bienenstich, der mich total aus dem Konzept brachte. Bis wir draufkamen, daß seine Pusteln, die sich im Eiltempo auf seinem ganzen Körper vermehrten und er auch noch in Ohnmacht fiel, der Grund ein Bienenstich war, vergingen Stunden. Und ich ging durch die Hölle an diesem Samstag. Wer es nachlesen möchte, es steht unter “ Geschichten von und zu Romeo und Finley“.
Finley:
Wirbelwind
Powerpaket
Quirl und Clown
Schlau wie ein Fuchs – wäre da nicht sein ausgeprägter Dickschädel !
Finley – 2 Jahre alt, und noch immer nicht erwachsen
Kurz gesagt: Ein Dickkopf im Schmusemantel.

Wie las ich vor ein paar Monaten in einer Hundezeitschrift:
Kaum eine Rasse birgt so viele faszinierende Widersprüche in sich, wie die Mischung aus muskulös protzenden Bullenbeißer ( Romeo) und schalkhaft strahlendem Clown ( Finley ) . In seinem Gesicht spiegelt sich der Weltschmerz der gesamten Menschheit ( Romeo) und das kindliche kecke Staunen über die wilde Schönheit des Lebens ( Finley ).
Und noch ein allerletztes Schlußwort:
So wie ich meine Mopsjungs dieses vergangene Jahr wieder erlebt  und beobachtet habe und mir die gängigen Mopsbücher ins Gedächtnis rufe – also für meine Hunde gehören sie eindeutig überarbeitet.
Ich erwähne nur
„Couchpotato“
und
„keinen Jagdtrieb“.
Ersteres nur nach 19 Uhr – gell Finley !
Und Zweiteres – Der Versuch , einen Hasen zu jagen ist durchaus gegeben – nicht wahr Romeo !

Von mir kann und will ich behaupten:
Man kann Freund vieler Hunderassen sein, aber ein Mops lässt einen nicht wieder los.
In diesem Sinne:
Dogs are not our whole life,
but they make our live whole.

Dez 13, 2010 | 0 | Jahresrückblick(e)

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