Jahresrückblick 2011

Die Zeit vergeht viel zu schnell ! Schon wieder ein HP- Jahr vorbei, schon wieder ein Rückblick fällig.
Romeo wird im kommenden März schon 5 Jahre , Finley ist derzeit 3,5 Jahre.
Und so habe ich mir für diesen Rückblick vorgenommen, mal meine Jungs zu vergleichen.
Und da wir schon von einer Homepage reden, die sich ohne Fotos nicht so gut machen würde, sind wir hier schon beim Thema :

Fotografie:

Romeos Devise: Nix lieber als im Mittelpunkt zu stehen, und sich vor der Kamera zu positionieren. Er macht alles, wirklich alles mit. Ihn kann ich hinsetzen wie eine Puppe, er bleibt so lange in Position, bis ich ein „Aus“ gebe. Bei Finley siehts anders aus… er dreht halb durch, hänge ich mir den Foto um den Hals. Spreche ich aber dann ein Stillsitzen aus , wird er plötzlich taub. Ein Foto mit ihm ist für mich jedesmal eine kleine Herausforderung…

Die Bettgeschichte:

Wie ihr alle wisst, habe ich es noch nie verschwiegen, dass die Hunde in meinem Bett schlafen. Romeo kann ich hier als Nackenschmeichler benennen. Kaum habe ich mich in meine Schlafposition gebracht, nutzt er meinen Nacken als Unterlage für sein Köpfchen, bringt dieses mit einigem Ruckeln in die richtige Position und beginnt kurz darauf zu schnarchen.
Anders Finley – er ist ein Kuschler, will unter die Decke in meine Kniebeuge. So schlafe ich täglich mit zwei Mopswärmflaschen ein. Des Nachts verwandeln sich aber die beiden – sie werden zum Kopfkissenteiler. Romeo ist anscheinend der Meinung, dass ein Kopfkissen nicht ausschließlich allein für den Kopf da ist.
Und muss „Mutti“ mal für kleine Mädchen und will zurück ins Bett, hat sich bereits Finley den restlichen kleinen Teil des Kissens zu eigen gemacht…. und man braucht nicht zu glauben, dass dieses kleine schwarze Fellbündel freiwillig den Platz räumt. Hat Romeo gegenüber mir noch ein Fünkchen Anstand und legt sich ein wenig zur Seite, so wird Finley – das Fliegengewicht – zu einem schnarchenden Felsen, den Frauchen zur Seite schleppen muss. Hab ich mir dann endlich wieder meinen Schlafplatz erkämpft und komme zur Ruhe, vollzieht sich gegen Morgen ein regelmäßiger Wechsel unter der Bettdecke. Die Kniebeuge wird zum Belastungstest, ebenso mein Arm, der in regelmäßigen Abständen durch das „Puffen“ an die Bettdecke, dazu gebracht wird, diese hochzuheben , um den einen reinzulassen , während der andere wieder geht. Man frage mich bitte nicht, ob ich bei diesem Durchgangsverkehr noch zu einem vernünftigen Schlaf komme…

Romeo , der graue Mäuserich und Chef über Finley:

Mit zweieinhalb Jahren begann Romeo rund um das Schnäuzchen schon leicht zu ergrauen. Heute , mit knapp 5 Jahren ist dies schon ziemlich fortgeschritten… Und Kinder stellen schon mal fest: Der ist bestimmt schon seeehr alt !
Tja – und dann wäre noch Romeo als Chef zu erwähnen: Immer noch steht er über seinem Bruder . Finley hatte noch nie die Chance, sich diesen Cheftitel zu erhaschen. Klar, probiert hätte er es oft genug. Aber er ist ein sehr unterwürfiges Kerlchen, hat schnell aufgegeben und sich damit abgefunden. Allerdings hat er sich eine Raffinesse gegenüber Romeo angeeignet. Hat Romeo etwas in seinem Besitz, dass er haben möchte, legt er sich in gebührendem Abstand vor seinen großen Bruder und sieht ihn treuherzig und untergeben tief in die Augen. Romeo knurrt, was der Mops hält und lässt den bösen Hund raus. Damit beginnt erst recht Finleys „Spiel“ . Er beginnt herzzerreißend zu jaulen und zu jammern, versucht das Spielzeug oder den Knochen zu erhaschen – Romeos Geknurre scheint ihn absolut kalt zu lassen – Und wer sagt´s , Romeo lässt sich „kaufen“, verliert plötzlich das Interesse an dem Teil und überlässt es Finley.
Funktioniert IMMER !

Tiersendungen:

Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass Tiersendungen seit wir Finley haben, tabu sind?
Finley sieht das kleinste vierbeinige Lebewesen , und sei es nur eine Comicfigur, durchs Bild huschen… und reagiert sofort mit wildem Gebelle, Hysterie und Aufregung . Romeo lässt sich umgehend davon anstecken und man schaltet freiwillig so schnell wie möglich auf einen anderen Sender -ohne Tiere um.

Begrüßung:

Hier stelle ich absolut keinen Unterschied fest. Egal , ob ich 30 Minuten oder 3 Stunden nicht zuhause war – Frauchen wird begrüßt, als käme sie von einer 3-monatigen Auslandstour zurück.

Der Staubsauger:

…die Monstermaschine ! Allerdings nur für Finley. Täglich das gleiche Ritual mit ihm – ihm ist dieser Staubsauger einfach nicht geheuer. Und da ich die Wohnung mindestens 1 x täglich saugen muss, habe ich mich mit Finley arrangiert. Sauge ich das Wohnzimmer, hält sich Finley im Esszimmer sicher geschützt unter der Eckbank auf und wartet , bis ich in dieses wechsle . Schnell rennt er an der „Monstermaschine“ vorbei und verkrümmelt sich im Wohnzimmer in seiner Hütte. Ganz anders Romeo: Diesen könnte ich „eindüsen, er würde nicht umstehen ohne Befehl !

(Tja – Kasper/Mika – bei diesem Klongen ist den Wissenschaftlern wohl etwas misslungen)

Fressen:

Finley frisst abends seinen Napf leer und bekommt unmittelbar darauf seinen „Dotti-Wahn“ ( Dotti – des Mopses liebstes Spielzeug) . Romeo inhaliert seinen Napf ! Tut so, als hätte er noch genügend in diesem und schielt permanent nach links zu Finley , wann er denn endlich mit seinem Süppchen fertig ist. Finley ist aber ein Geniesser, sodass sich dieses Verhalten ziemlich in die Länge zieht und Romeo seinen Napf mittlerweile mit der Zunge schon poliert. Geht Finley endlich und ist glücklich mit seinem Dotti , poliert Romeo Finleys Napf – jegliches Abspülen dieser Näpfe könnte man sich sparen !

Gehorsam beim Gassi:

Ein Hund kommt , wenn er gerufen wird !
Romeo nimmt diese Aufforderung zur Kenntnis und kommt bei Gelegenheit darauf zurück.
Finley , immer darauf bedacht, Frauchen keinen Kummer zu bereiten, steht nach dem kleinsten Pfiff mit der Hundepfeife vor mir.

Die Bellerei:

Finley „motzt“ für sein Leben gern. Da schaut Romeo noch ruhig in die Gegend, hört Finley schon die Ameisen husten. So schnell strengt sich „Dicker“ nicht an, Luft zu holen, um einen Laut von sich zu geben.

Das Temperament:

Würde man bei Finley einen Abstellknopf entdecken wollen, würde man ihn vergebens suchen.
Romeos Motto: In der Ruhe liegt die Kraft!

Die Gesundheit:

Noch ein paar Worte über die Gesundheit des letzten Jahres. Für Romeo war es ein ruhiges Jahr. Klar – ohne TA ging es natürlich auch nicht. Ein paar Kleinigkeiten fallen immer an. Analdrüse, Impfungen, Entwurmen…eine kleine Entzündung an der Pfote und wieder mal ein Kratzer im Auge, der beim Spielen mit einem anderen Hund passierte.
Auf Finley hatten es heuer die Bienen abgesehen. Kaum hatte er einen Stich , der ohne TA-Besuch überhaupt nicht abgeht, überstanden, stach die 2. Biene zu. Beim dritten Bienenstich , eine gute Woche später , hätte ich heulen können. Finley ging es mieserabel und obwohl ich sofort zum TA durchstartete, hatte ich Todesangst um diesen kleinen Kerl. Ich ließ ihn im Wartezimmer liegen ( konnte ihn liegen lassen wegen seines schlechten Gesundheitszustandes) und holte die TÄ aus dem Behandlungszimmer, die ihm sofort ein Mittel spritzte. Ein paar Minuten später hatten wir uns alle von dem Schock erholt. Und da wäre noch seine immer wiederkehrende Verschleimung zu nennen, es ist wohl das Schicksal der operierten Möpschen, dass sie von Zeit zu Zeit „verschleimen“. „Flüssigkeit“ wird in der Nase vor und zurück gezogen und kann nicht ablaufen , und die Bronchien belegen sich. Ersteres führt zu schlechter Atmung , zweiteres zu einem Husten/Sticken. Seit ein paar Monaten gebe ich allerdings Kräuter ins Fressen, die ich zufällig auf einer HP fand – und bis jetzt ist diese Verschleimung nicht wieder aufgetreten…

Ehrlich – ich weiß nicht, wie ich einmal ohne meine Hunde auskommen soll. Ich kann nur hoffen, sie werden steinalt. Es werden meine letzten Hunde sein ! Das sage ich heute und jetzt. Wenn ich mein Alter aufrechne und dass meiner Hunde, gehe ich davon aus, dass sie ein hohes erreichen, klappt die Rechnung definitiv nicht mehr so, wie ich sie gerne hätte.
Also bitte Romeo und Finley – werdet so alt, wie es für einen Mops nur geht !!!

Man kann sich gegen Möpse nicht wehren. Es gibt gewiss hübschere und elegantere Hunde, aber kaum liebenswertere.
Und eines steht für mich ebenfalls fest:
Wer zwei solcher Clowns , wie ich, zuhause hat, braucht keinen Fernseher mehr.
Bestes Stromsparmittel und beste Unterhaltung !

In diesem Sinne

Wiesbauer Karin

Dez 12, 2011 | 0 | Jahresrückblick(e)

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